Internationale Arbeit in einem Heimatverein in Mittelfranken? Gibt es das?
Markt Wendelstein > Trikommunale Partnerschaft
29.01. - 01.02.2026
Ledermuseum (Saint-Junien)
Deutsch-Französische Kochbücher
Kochworkshop
Am 22. Januar erinnert der Deutsch-Französische Tag alljährlich an die besondere Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Das Datum ist tief in der Geschichte der Beziehungen beider Länder verwurzelt:
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag – die Geburtsstunde des Deutsch-Französischen Jugendwerks und ein bedeutender Meilenstein der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Vierzig Jahre später, im Jahr 2003, riefen Gerhard Schröder und Jacques Chirac den ersten Deutsch-Französischen Tag ins Leben. Mit dem Vertrag von Aachen am 22. Januar 2019 bekräftigten Angela Merkel und Emmanuel Macron die enge Partnerschaft und beschlossen u.a. die Gründung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds.
Gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte unter Druck stehen und die europäische Integration auf die Probe gestellt wird, gewinnt das Engagement der Zivilgesellschaft neue Bedeutung. Rund 140 Aktionen bundesweit setzen am Deutsch-Französischen Tag ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und gelebte Verständigung über Grenzen hinweg.
Diese Freundschaft jedoch wird nicht nur an einem Tag im Jahr gefeiert – sie wird täglich gelebt: in Städtepartnerschaften, Schulaustauschen, und in zahllosen kulturellen und sportlichen Begegnungen.
Ein besonderes Beispiel für diese lebendige Freundschaft bot in diesem Jahr der kulinarische Abend in Saint-Junien, an dem auch die Partnerschaftsfreunde des „Heimatvereins Unteres Schwarzachtal e.V.“aus Wendelstein teilnahmen.
In Frankreich ist gemeinsames Essen weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme – es ist Ausdruck von Lebensfreude, Gemeinschaft und Kultur. Und auch in Franken wird die Liebe zum guten Essen großgeschrieben. So vereinten sich an diesem Abend französische und fränkische Küche auf genussvolle Weise.
Das kulinarische Herzstück bildete die französische Spezialität „Pâté de pommes de terre“ – eine herzhafte Kartoffel-Hackfleisch-Pastete, die nicht nur Gaumenfreuden bereitet, sondern auch tiefe Einblicke in die französische Lebensart gewährt.
Gemeinsam mit einem herzlichen „Bonjour“ starteten die Teilnehmenden in die Zubereitung. Auf der Menükarte standen Speisen beider Regionen:
Neben kulinarischen Genüssen standen auch kulturelle Erlebnisse wie der Besuch des neuen Ledermuseums und des städtischen Gemüsegartens in Saint-Junien auf dem Programm. 80 % Bio-Gemüse für die Zentralküche zu liefern, ist das Ziel des vor vier Jahren von der Gemeinde Saint-Junien angelegten Gemüsegartens, in dem zwei Gärtner beschäftigt sind. Ein Projekt zur Stärkung der lokalen Lebensmittelversorgung.
Der Abend und die Begegnung wurden so zu einem Fest der Freundschaft, des Genusses und der Freundschaft und der Völkerverständigung – ein lebendiges Beispiel für das, was den Deutsch-Französischen Tag im Kern ausmacht:
Gemeinsames Erleben, Begegnen und Verstehen.